﻿{"id":2913,"date":"2022-02-08T14:10:13","date_gmt":"2022-02-08T13:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.boniface-institute.com\/?p=2913"},"modified":"2022-02-14T16:11:45","modified_gmt":"2022-02-14T15:11:45","slug":"der-loewe-von-muenster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.boniface-institute.com\/de\/der-loewe-von-muenster\/","title":{"rendered":"Der L\u00f6we von M\u00fcnster \u2013 Ein Vorbild des katholischen Widerstands"},"content":{"rendered":"\n<p>Der selige Kardinal Clemens August Graf von Galen, auch \u201eL\u00f6we von M\u00fcnster\u201d genannt, wurde 1933 zum Bischof von M\u00fcnster ernannt und bekleidete dieses Amt bis zu seinem pl\u00f6tzlichen, durch einen Blinddarmdurchbruch verursachten Tod im Jahre 1946.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.boniface-institute.com\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/CAvGalenBAMS200612.jpg?resize=206%2C268&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2921\" width=\"206\" height=\"268\" data-recalc-dims=\"1\" \/><figcaption>Kardinal von Galen<br><sup><em>Bildquelle: <\/em><\/sup><em><sup>Domkapitular Gustav Albers <\/sup><\/em> <em><sup>(\u2020 1957) &#8211; Bildersammlung des Bistumsarchivs M\u00fcnster<\/sup><\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dieser Zeit war es sein Anliegen, die ihm anvertrauten Gl\u00e4ubigen zu einem wahrhaft christlichen Leben anzuhalten; er strebte danach, ihnen als Bischof mit Mut und Entschlossenheit ein Vorbild zu sein. Sich dieser Verantwortung als Bischof bewusst, scheute er sich nicht davor, bei der Regierung in Misskredit zu kommen. Er kritisierte in seinen Hirtenbriefen und Predigten die anti-katholische Ideologie des Nationalsozialismus und trat \u00f6ffentlich gegen die Verbrechen des Regimes auf.<\/p>\n\n\n\n<p>1878 auf der Burg Dinklage im Oldenburger M\u00fcnsterland geboren, wuchs Clemens August als elftes Kind einer mit dreizehn Kindern gesegneten, vom katholischen Glauben erf\u00fcllten Familie auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Glaube pr\u00e4gte den Alltag der Familie von Galen. T\u00e4glich wurde die heilige Messe besucht und ein gemeinsames Abendgebet in der Schlosskapelle gesprochen. Von Galen erinnerte sich in Schreiben daran, wie seine Eltern zusammen den Rosenkranz beteten, t\u00e4glich eine halbst\u00fcndige Andacht hielten und wie sein Vater stets abends vor dem Schlafengehen eine sorgf\u00e4ltige Gewissenserforschung praktizierte.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnsere Eltern haben uns stets ein un\u00fcbertreffliches Beispiel einer gesunden, praktischen<\/em> <em>Fr\u00f6mmigkeit gegeben\u201d,<\/em> sagte Kardinal Galen \u00fcber sein Elternhaus. \u00dcber seine Geschwister schrieb von Galen folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eSie alle haben aus dem Elternhaus als kostbarstes Erbe einen unersch\u00fctterlich festen katholischen Glauben und Liebe zur heiligen Kirche, dann aber auch eine durchweg ernste Lebensauffassung und ein ungew\u00f6hnliches Ma\u00df von Interesse und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Fragen des \u00f6ffentlichen Lebens, f\u00fcr die Freuden und Leiden der Kirche, das Wohl und Wehe des Volkes, der Heimat und des Vaterlandes mitgenommen und durchs Leben bewahrt.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorbild seiner Eltern legte sicherlich die Grundlage f\u00fcr den tugendhaften Charakter und die Lebenseinstellung des Bischofs. Er war sich der Bedeutung guter Erziehung und Bildung bewusst und setzte sich als Bischof entschieden f\u00fcr den Erhalt der katholischen Bekenntnisschulen ein. Er wusste, dass im Elternhaus sowie in den Schulen die Fundamente einer wahrhaft christlichen Lebenseinstellung gelegt werden. In einem <a href=\"http:\/\/www.galen-archiv.de\/images\/dokumente\/hirtenbrief.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hirtenbrief aus dem Jahr 1937<\/a> ermahnte er die Eltern seines Bistums:<\/p>\n\n\n\n<p><br><em>\u201eDenn euer Recht und eure Pflicht ist es, an erster Stelle f\u00fcr die Unterweisung und Erziehung der euch von Gott anvertrauten Kinder zu sorgen. Die Schule ist dazu bestimmt, euch bei Erf\u00fcllung dieser Aufgabe zu helfen; daher ist es eure Pflicht, eure Kinder in solche Schulen zu schicken, welche sie im Einklang mit Gottes Wahrheit und Gebot unterrichten und erziehen.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem der Selige Kardinal Galen 1896 das deutsche Abitur an einem Gymnasium in Vechta, einer Nachbarstadt von Dinklage, bestanden hatte, begann er 1897 mit einem Studium an der Universit\u00e4t zu Freiburg. Als junger Student entschied er sich bald dazu, Priester zu werden, studierte Philosophie und Theologie in Innsbruck und M\u00fcnster, wurde 1904 in M\u00fcnster zum Priester geweiht und erf\u00fcllte ebenfalls dort seine ersten priesterlichen Aufgaben als Domvikar.<\/p>\n\n\n\n<p>1906 verlie\u00df von Galen die Stadt jedoch bereits wieder, um insgesamt 23 Jahre in Berlin seelsorgerisch t\u00e4tig zu sein. Dort erlebte er die Zeit des Ersten Weltkrieges und die Jahre der Weimarer Republik. Im Jahre 1929 kehrte der Selige als Pfarrer nach M\u00fcnster zur\u00fcck und wurde am 16. Oktober 1933, einige Monate nach der Macht\u00fcbernahme Adolf Hitlers, zum Bischof geweiht.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie von Galen seine Gl\u00e4ubige immer wieder an ihre Verantwortung erinnerte, nahm er auch seine eigenen Bischofspflichten sehr ernst.&nbsp; \u201eNec laudibus, nec timore\u201d &#8211; \u201eWeder durch Lob, noch durch Furcht\u201d &#8211; aus dieser Haltung heraus lebte er seinem Wappenspruch getreu. Schon in seinem ersten \u00f6sterlichen Hirtenbrief 1934, welcher von allen Kanzeln seines Bistums vorgelesen wurde, warnte Bischof von Galen seine Gl\u00e4ubigen vor den anti-katholischen Ideologien des NS-Regimes. Diese erkannte er unter anderem in der \u00dcberlegenheit einer Rasse, der Leugnung der S\u00fcnde, der Erbs\u00fcnde, der Offenbarung und der Notwendigkeit eines Erl\u00f6sers, sowie in der Instrumentalisierung der Religion. Von Galen verstand, dass diese Irrlehre zum einen das Seelenheil in ernste Gefahr bringen w\u00fcrde und zugleich einen Angriff auf Zusammenleben, Gesellschaft und Kultur darstellte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Verweis auf die p\u00e4pstliche Enzyklika \u201eCaritate Christi\u201d schrieb Kardinal Galen in einem <a href=\"http:\/\/www.galen-archiv.de\/images\/dokumente\/Hirtenbrief_Ostern.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hirtenbrief zu Ostern 1934<\/a> folgendes:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Glaube an Gott ist tats\u00e4chlich das unzerst\u00f6rbare Fundament jeder sozialen Ordnung und jeder Verantwortung auf Erden. Daher m\u00fcssen alle, die nicht die Anarchie und den Terror wollen, energisch mithelfen, auf da\u00df die Feinde der Religion das von ihnen so offen verk\u00fcndete Ziel nicht erreichen.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDeshalb [darf] ein Bischof nicht schweigen [\u2026], wenn die Irrlehre und der Unglaube ihr Haupt erheben\u201c. \u201eAn jeden Bischof ist das Wort gerichtet, das der heilige Paulus seinem Sch\u00fcler Timotheus geschrieben hat: \u201aIch beschw\u00f6re dich vor Gott und Christus Jesus, der die Lebendigen und die Toten richten wird, bei seiner Wiederkunft und bei seinem Reiche: Verk\u00fcndige das Wort, tritt auf, ob gelegen oder ungelegen, weise zurecht, tadele, ermahne mit aller Geduld und Lehrweisheit. Denn es kommt eine Zeit, da man die gesunde Lehre unertr\u00e4glich findet und aus Verlangen nach Ohrenkitzel nach eigenem Sinn sich Lehrer \u00fcber Lehrer verschafft. Von der Wahrheit wird man das Ohr abwenden und sich Tadeleien zuwenden. Du aber sei besonnen in allem, trage deine B\u00fcrde, erf\u00fclle deinen Beruf als Verk\u00fcnder des Evangeliums und verwalte dein Amt in vollkommener Weise\u2018<\/em> (2 Tim. 4, 1-5.)\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die falsche Ideologie des Nationalsozialismus hat von Galen von Anfang an abgelehnt. Er verurteilte die zunehmenden Gr\u00e4ueltaten des NS-Regimes und prangerte die Taten der verantwortlichen Regierenden an. Als psychisch kranke Pfleglinge aus Heimen abtransportiert und ermordet wurden, erhob von Galen schriftlich Einspruch bei der Provinzialverwaltung und erstattete Anzeige. Auch die willk\u00fcrliche Inhaftierung unschuldiger Deutscher und die Enteignung und Vertreibung vieler Ordensleute klagte er bei der Obrigkeit an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Selige <a href=\"https:\/\/www.kirche-und-leben.de\/fileadmin\/redaktion\/pdf\/2019\/Predigt_Galen_Deutsch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wies seine Gl\u00e4ubigen<\/a> stets auf die Bedeutung <em>\u201e<\/em>treue[r] Pflichterf\u00fcllung in Familie, Beruf [und] Gemeinde&#8220; hin, um <em>\u201e<\/em>Gott und dem Gottesreich auf Erden, den Mitmenschen,  Volk und Staate zu dienen\u201d. In der Zeit des Nationalsozialismus forderte er seine Gl\u00e4ubige jedoch auf, Gott mehr als dem Staat zu gehorchen. Von Galen lehnte den Staat per se keineswegs ab. Er sah die staatliche Macht als notwendig und von Gott eingesetzt an. <a href=\"http:\/\/www.galen-archiv.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=16:predigt-im-dom-zu-xanten&amp;catid=14:weiterepredigten&amp;Itemid=23\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der Staat als Autorit\u00e4t m\u00fcsse aber dem Wohl des Volkes<\/a> dienen und sich Gottes Geboten unterordnen:<\/p>\n\n\n\n<p><em><em>\u201e<\/em>Denn in dem Augenblick, in welchem menschliche Obrigkeit in ihren Befehlen dem klar erkannten, im eigenen Gewissen bezeugten Willen Gottes widerstreitet, h\u00f6rt sie auf, \u201aGottes Dienerin\u2018 zu sein, zerst\u00f6rt sie ihre eigene W\u00fcrde, verliert sie ihr Recht zu gebieten, missbraucht sie ihre Macht zu belohnen und zu bestrafen, und versucht sie freventlich, die von Gott gegebene Freiheit der menschlichen Pers\u00f6nlichkeit, das Ebenbild Gottes im Menschen, zu entw\u00fcrdigen!\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unrecht hat, das zeigen die diktatorischen Regime des 20. Jahrhunderts, immer auch etwas mit Willk\u00fcr zu tun. <a href=\"http:\/\/www.galen-archiv.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=8&amp;Itemid=12\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diesbez\u00fcglich meinte von Galen<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eKeiner von uns ist sicher, und mag er sich bewu\u00dft sein, der treueste, gewissenhafteste Staatsb\u00fcrger zu sein, mag er sich v\u00f6lliger Schuldlosigkeit bewu\u00dft sein, da\u00df er nicht eines Tages aus seiner Wohnung geholt, seiner Freiheit beraubt, in den Kellern und Konzentrationslagern der GSTP (der Geheimen Staatspolizei) eingesperrt wird.\u201d<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p>So zeigt sich ein wichtiges Prinzip von Galens im Widerstand: Irrlehre, Unrecht und Verfolgung m\u00fcssen bek\u00e4mpft werden, sobald sie erkannt worden sind. Die Irrlehre muss bereits ihrer reinen Existenz wegen bek\u00e4mpft und darf nicht toleriert werden. Wenn ein jeder abwartet, bis er selbst von Unrecht unmittelbar betroffen ist, wird eine verheerende Ideologie bereits von den gr\u00f6\u00dften Teilen der Gesellschaft angenommen sein; meist wird es dann zu sp\u00e4t sein, um die daraus logisch folgenden Verbrechen noch abwenden zu k\u00f6nnen. Vor der Willk\u00fcr eines Unrechtsstaats ist ab einem gewissen Stadium selbst der ideologisch Gleichgesinnte nicht mehr gesch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer <a href=\"http:\/\/www.galen-archiv.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9&amp;Itemid=17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Predigt aus dem Jahr 1941<\/a> gab von Galen eine konkrete Antwort auf die Frage, was man angesichts eines Unrechtsstaates tun soll:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDass wir r\u00fcckhaltlos und ohne Abstrich die von Gott geoffenbarte Wahrheit annehmen und durch unser Leben bekennen. Dass wir die g<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ttlichen Gebote zur Richtschnur unseres Lebens machen und ernst machen mit dem Wort: lieber sterben als s\u00fcndigen! Dass wir in Gebet und aufrichtiger Bu\u00dfe Gottes Verzeihung und Erbarmen herabflehen auf uns, auf unsere Stadt, auf unser Land, auf unser liebes deutsches Volk!\u201d<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eGegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schl\u00e4<\/em><em>gt, k<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nnen wir nicht mit Waffen k\u00e4mpfen. <\/em><em><br><\/em><em>Es bleibt uns nur ein Kampfmittel: starkes, z\u00e4hes, hartes Durchhalten!\u201c<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eHart werden und fest bleiben! Wir sind in diesem Augenblick nicht Hammer, sondern Amboss. Andere, meist Fremde und Abtr\u00fcnnige, h\u00e4mmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk, uns selbst, unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung gegen Gott verbiegen.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir sind Amboss, nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und lasst es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboss geschmiedet wird, erh\u00e4lt seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboss. Der Amboss kann nicht und braucht auch nicht zur\u00fcckschlagen, er muss nur fest, nur hart sein! Wenn er hinreichend z\u00e4h, fest, hart ist, dann h\u00e4lt meistens der Amboss l\u00e4nger als der Hammer, wie heftig der Hammer auch zuschl\u00e4gt, der Amboss steht in ruhiger Festigkeit da, und wird noch lange dazu dienen, das zu formen, was neu geschmiedet wird.\u201d<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von Galen predigte nicht die Revolution, sondern den Widerstand durch treue Pflichterf\u00fcllung, Liebe zum Vaterland und unersch\u00fctterliches Bekenntnis zur Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbreitung des wahren, katholischen Glaubens und ein Leben im Bewusstsein der eigenen Endlichkeit und der Rechenschaft, die man einmal vor Gott wird ablegen m\u00fcssen, waren f\u00fcr Kardinal Galen die besten Voraussetzungen f\u00fcr ein gerechtes, gl\u00fcckliches Zusammenleben und somit der sicherste Schutz gegen einen Unrechtsstaat.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem seligen Kardinal war bewusst, welches Risiko er mit seinen \u00f6ffentlichen Reden und Handlungen gegen das Regime einging. Von Galen erlie\u00df bereits 1936 Richtlinien f\u00fcr seine Di\u00f6zese, die im Falle einer Verhaftung den Fortbestand des kirchlichen Lebens garantieren sollten. Wegen seines Ansehens und seiner Beliebtheit bei der Bev\u00f6lkerung wagte die Obrigkeit es nicht, von Galen etwas anzutun.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201e<\/em>Nec laudibus, nec timore\u201d &#8211; <em>\u201e<\/em>Weder durch Lob, noch durch Furcht\u201d \u2013 dies war das Motto des Kardinals. Stets vertrauend auf Gottes Hilfe und die treue Unterst\u00fctzung seiner Gl\u00e4ubigen blieb Kardinal von Galen ein Fels in der Brandung, trotz der Gef\u00e4hrdung seiner Freiheit und seines Lebens. Aufgrund seines Muts und seiner unersch\u00fctterlichen Standhaftigkeit wurde ihm sp\u00e4ter der Beiname <em>\u201e<\/em>L\u00f6we von M\u00fcnster\u201d verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stets von der Hoffnung erf\u00fcllt meinte der Kardinal:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eWenn wir fortfahren, wenn wir treu bleiben in unserem Kampfe, dann wird einmal der Tag kommen, wo all dieser jetzt unterdr\u00fcckte und zum Schweigen verurteilte Wille wieder hervorbrechen wird, wo Wahrheit und Recht wieder zu Ehren kommen, und wo wir aufs Neue wieder als Christen am Aufbau eines christlichen Deutschland arbeiten k\u00f6nnen\u201d.<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dem wahren Glauben treu bleiben, immer nach bestem Wissen und Gewissen seinen Standespflichten gem\u00e4\u00df handeln &#8211; koste es, was es wolle. Wenn wir heute als gl\u00e4ubige Katholiken in die Fu\u00dfstapfen des Seligen Kardinals treten, so k\u00f6nnen wir, wenn die letzten Stunden unseres Lebens nahen, voll Zuversicht sagen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eIch habe den guten Kampf gek\u00e4mpft, den Lauf vollendet und bin im Glauben treu geblieben. Nun erwartet mich der Preis &#8211; der Siegeskranz der Gerechtigkeit, den der Herr, der gerechte Richter, mir am gro\u00dfen Tag seiner Wiederkehr geben wird.\u201d<\/em><\/strong> &nbsp;&nbsp; &#8211; 2 Tim 4, 7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der selige Kardinal Clemens August Graf von Galen, auch \u201eL\u00f6we von M\u00fcnster\u201d genannt, wurde 1933 zum Bischof von M\u00fcnster ernannt und bekleidete dieses Amt bis zu seinem pl\u00f6tzlichen, durch einen Blinddarmdurchbruch verursachten Tod im Jahre 1946. 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